Digitale Heimspielbeilage

handball aktuell

 

 

22.04.2023
Stadionhalle Möglingen

DER LETZTE TANZ


Hallo Handballfans, liebe Zuschauer, werte Sponsoren,

zum letzten Heimspieltag in der Möglinger Stadionhalle möchten wir Euch heute herzlich begrüßen.


VORBERICHT

Den Aufgalopp macht unsere 2. Mannschaft, die verlustpunktfrei die Tabelle der Bezirksliga anführt. Auch wenn noch ein Spieltag aussteht - die Meisterschaft ist den Mädels rund um Spielertrainerin Francis Tief nicht mehr zu nehmen. Die Ehrung durch den Bezirk Enz-Murr wird direkt nach Spielende durch den Bezirksvorsitzenden Norwin Pollich vorgenommen. Nach der langwierigen Verletzung von Torhüterin Dominika Baranksi erwischte es letzte Woche auch Jasmina Vogt. Sie kann die letzten Partien aufgrund eines Risses der Achillessehne leider nur von der Tribüne verfolgen. Wir wünschen Jasmina gute Besserung an dieser Stelle.
Mit Ende der Saison endet auch endgültig die Handballkarriere von Francis Tief. Sie hat sich entschieden die Handballschuhe an den Nagel zu hängen und steht in der nächsten Saison nicht mehr zur Verfügung.
 
Um 18 Uhr empfangen die Frauen 1 die HSG Fridingen/Mühlheim zum letzten Heimspiel. Der Aufsteiger konnte dem Team um Trainer Hannes Diller in der Hinrunde noch einen Punkt abtrotzden. Die Möglinger Mädels wollen die weiße Weste aus der Rückrunde auch im letzten Heimspiel behalten. Sie konnten alle Heimspiele in der Rückrunde für sich entscheiden. Lediglich beim Meister und Drittligaaufsteiger TuS Schutterwald musste man sich geschlagen geben. Auch die Spiele gegen die SG H2Ku Herrenberg, die HSG Stuttgarter Kickers/Tus Metzingen, den TSV Heiningen, den TSV Birkenau konnten in der Rückrunde gewonnen werden. Ohne die Anlaufschwierigkeiten in der Hinrunde wäre sicherlich der direkte Wiederaufstieg möglich gewesen. So scheiterte man mehr oder weniger an sich selbst und schließt die Saison sehr wahrscheinlich auf dem 3. Platz ab. Mit der Saison 22/23 endet auch das Kapitel des hochklassigen Frauenhandballs in Möglingen. Die Abteilungsführung hat sich dazu entschieden die 1. Mannschaft nicht mehr für den Spielbetrieb zu melden (siehe hierzu auch separater Bericht).
 
Wir freuen uns auf die letzte Partie unserer Mädels und hoffe die Geschichte mit einem positiven Ergebnis zu Ende zu bringen. Wir wünschen allen Trainern und Spielerinnen in ihren neuen Vereinen alles Gute und hoffen, dass sie den TV Möglingen stets in guter Erinnerung behalten.
Allen Zuschauern danke ich für die Treue in dieser Saison und hoffe euch alle auch in der kommenden Spielzeit wieder in der Stadionhalle begrüßen zu können.
 
Viele Grüße
Stephanie Bermanseder und die Abteilungsleitung

 


 

 Wir freuen uns auf spannede Spiele und wünschen Euch viel Spaß beim Zuschauen!

Euere #möglisgang

 


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Revanche geglückt

In der Hinrunde musste man sich der Bundesligareserve aus Herrenberg in heimischer Halle noch geschlagen geben - in der Rückrunde läuft es weiter wie am Schnürchen für die Möglingerinnen. Außer beim designierten Drittligaaufsteiger und Tabellenführer TuS Schutterwald gingen die Mädels um das Trainerteam Hannes und Jan Diller sowie Adrian Awad immer als Siegerinnen vom Feld.

Dies gelang auch in Herrenberg - auch wenn die Vorzeichen schlecht waren. Mit Alina Kynast, Jasmina Schweizer, Sarah Wild und Kira Stoll fehlten gleich vier Spielerinnen. Hinzu kam die langzeitverletzte Seema Awad. Auch Jade Oral war angeschlagen. Doch am Ende tat dies der Leistung keinen Abbruch. Bis zum 8:7 in der 13. Minute taten sich die Gäste zu ungewohnter Uhrzeit (Anpfiff 13:30 Uhr) noch schwer. Hannes Diller, der auf seinen Co-Trainer Jan Diller aufgrund dessen A-Lizenzausbildung verzichten musste, legte die grüne Karte und brachte sein Team wieder auf Kurs. Milena Radulovic, Marina Tinti, die alle 7 Siebenmeter erfolgreich verwandeln konnte und Silke Lutz drehten das Spiel innerhalb weniger Minuten und brachten ihr Team mit 9:12 in Führung. Eine Führung, die sich der TVM auch nicht mehr nehmen ließ. Beim Stand von 14:17 wurden die Seiten gewechselt. In Durchgang 2 konnte der Vorsprung immer weiter ausgebaut werden, so dass man sich am Ende verdient mit 26:32 durchsetzen konnte. Marina Maric, Spielerin des Spiels präsentiert von der Süwag Energie AG, war am Ende die beste Torschützin für ihr Team. 

Es spielten: Bossu, Fuchs und Schmid im Tor; Tinti (8/7), Hilf (7), Radulovic (4), Lutz und Karpf (je 3), Kalmbach, Bornhardt und Dierolf (je 2), Beutel und Oral.

Zum letzten Heimspiel gastiert der Tabellensechste HSG Fridingen/Mühlheim beim TV Möglingen. Der Aufsteiger konnte unseren Mädels im Hinspiel noch einen Punkt abtrotzen - zum Abschluss möchte sich der TVM nochmals mit einem Sieg von seinen Fans verabschieden - ehe es eine Woche später im letzten Saisonspiel zur 2. Mannschaft der SG Kappelwindeck/Steinbach geht. 

 

 


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Rückzug der 1. Frauenmannschaft

Der Frauenhandball im Kreis Ludwigsburg steht vor gravierenden Veränderungen. Der TV Möglingen zieht seine erste Frauenmannschaft aus der Baden-Württemberg Oberliga zurück, die HSG Strohgäu steigt ab. Gut möglich, dass sich die beiden Teams in der nächsten Saison drei Klassen tiefer in der Landesliga wieder begegnen.

Die Verantwortlichen des TVM machten sich die Entscheidung nicht einfach. In den vergangenen Jahren konnte das Team in der dritten Liga und zuvor in der Regionalliga tolle Erfolge feiern und hatte mehrere zukünftige und ehemalige Bundesliga- und Nationalspielerinnen in den eigenen Reihen. Nach dem Aufstieg in die Regionalliga im Jahr 1998 konnte der TVM die Abstiege in den Jahren 2000, 2010 und 2022 verkraften und klopfte 2005 und 2017 sogar auch mal an der Tür zur zweiten Liga an. In der sog. „ewigen Tabelle“ der dritten Liga liegt der TV Möglingen auf Platz 5 der Staffel Süd.

In der nächsten Saison wird Hannes Diller Trainer bei der SG Schozach-Bottwartal. Sein Ende 2022 angekündigter Wechsel sorgte beim TV Möglingen für einen Dominoeffekt. Zwei Leistungsträgerinnen folgen dem Coach zur SGSB, weitere Spielerinnen gehen zu anderen Vereinen. Dillers Nachfolger sollte der seitherige Co-Trainer Adrian Awad werden. Als der dem TVM im Januar mitteilte, dass er ebenfalls zu „SchoBo“ wechseln würde, stellte sich beim TVM die Sinnfrage. „Natürlich hätten wir nochmal Energie aufwenden können, um eine neue Mannschaft für die nächste Saison zu bilden“, erklärt Abteilungsleiterin Stephanie Bermanseder. „Aber vielleicht war es auch genau der richtige Zeitpunkt, um die Reißleine zu ziehen. Wir haben beschlossen, das Oberligateam zurückzuziehen und treten in der neuen Saison in der Landesliga an.“

Kein einfacher Schritt für den TVM, der als Oberliga-Dritter noch Aufstiegschancen in die 3. Liga hatte. „Das tut richtig weh. Ich habe 20 Jahre lang viel Herzblut in das Team gesteckt“, bedauert Bermanseder. „Aber in dieser Zeit hat sich viel geändert. Eine Identifikation der Spielerinnen mit dem Verein findet kaum mehr statt. Das erschwert es enorm, Mannschaften aufzubauen und zu entwickeln, Mitarbeiter zu gewinnen.“ Denn ein Drittligateam bindet viele Kapazitäten, aber führt kaum zu einem finanziellen Mehrwert. Letztlich hat sich niemand mehr gefunden, der sich um die Geschicke des Frauenhandballs in Möglingen kümmern möchte. „Der Aufwand ist doch immens - neben den nötigen Finanzen benötigen wir ja auch zahlreiche Helferinnen und Helfer für den Spielbetrieb der 1. Frauenmannschaft. Hallensprecher, Kassierer, Wischer, Filmer, Zeitnehmer etc. Auch das war in der jüngsten Vergangenheit immer schwieriger. Am Ende war es immer meine Aufgabe jemanden zu finden - und wenn ich niemanden gefunden habe, habe ich es selbst gemacht", so Stephanie Bermanseder. 

Der TVM hat es in all den Jahren geschafft, mit geringem Budget eine konkurrenzfähige Mannschaft zu formen, die auf und neben dem Handballfeld eine Bereicherung für die Handballabteilung und das Sportleben in Möglingen war. Der Mehrwert, der durch die hohen Anstrengungen erzielt werden konnte, schwand in den letzten Spielzeiten zunehmend. Auch wenn es finanziell und personell weiter möglich gewesen wäre, fehlte den Verantwortlichen ein langfristiges Konzept und eine profitable Zielsetzung, um den leistungssportorientierten Spielbetrieb in der Möglinger Stadionhalle fortzuführen. In Zukunft sollen die Kapazitäten vermehrt in die Jugendarbeit und den Breitensport fließen und der Fokus auf die vielen handballbegeisterten Menschen und Kinder in Möglingen gelegt werden. Eine angedachte Kooperation mit der HSG Strohgäu kam nicht zustande. „Das hätte nur kurzfristig geholfen“, führt Bermanseder aus. „Wir streben eine Möglinger Lösung an, wollen den CVJM als zweiten Handballverein am Ort, für eine langfristige Zusammenarbeit gewinnen. Eine Spielgemeinschaft mit Schwieberdingen und Hemmingen wäre da eher kontraproduktiv gewesen."

 


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